Über diesen Titel
Bei konfessionsverschiedenen Ehen im Hochadel galt die Konversion der Braut lange als Regelfall – so zumindest die gängige These der Frühneuzeitforschung. Ein umfangreiches Quellenstudium zeichnet jedoch ein anderes Bild: Fürstliche Ehen, in denen beide Partner ihrer Konfession treu blieben, waren deutlich häufiger als bislang angenommen. Doch wie ließen sich solche Verbindungen trotz religiöser Gegensätze absichern? Anhand dynastischer Eheverträge und prominenter Beispielfälle zeigt Tobias Kindel, welche Konflikte konfessionsverschiedene Eheschließungen hervorriefen und mit welchen Sicherheitsmaßnahmen man versuchte ihnen zu begegnen.
THEMA
Über die Urheber
Tobias Kindel (M. A.), geb. 1994, ist Dozent an der Philipps-Universität Marburg im Fachbereich Geschichte und Kulturwissenschaften. Er war Mitglied des Sonderforschungsbereichs 138 im Teilprojekt »Dynastische Eheverträge«.
