Über diesen Titel
Die Geschichte frauenbegehrender und lesbischer Frauen in Ostdeutschland ist bislang kaum erforscht. Maria Bühner ändert das und rekonstruiert die institutionellen und diskursiven Rahmenbedingungen rund um weibliche Homosexualitäten ebenso wie die komplexen Lebenswelten und Selbstverständnisse der historischen Akteur*innen von der Nachkriegszeit bis in die bewegten Jahre nach dem Mauerfall. Ausgehend von der Subjekttheorie und geschlechter-, körper- und emotionshistorischen Konzepten beleuchtet sie auch den aktivistischen Aufbruch in den 1980er und frühen 1990er Jahren und macht so deutlich, wie es Queer History ermöglicht, die ostdeutsche Geschichte differenzierter zu verstehen.
Preisträgerin des Dissertationspreises AKHFG 2026:
Für ihre hervorragende Arbeit wurde Maria Bühner vom Arbeitskreis Historische Frauen- und Geschlechterforschung mit dem Dissertationspreis 2026 ausgezeichnet.
THEMA
Über die Urheber
Maria Bühner ist Kulturwissenschaftlerin und Historikerin. Sie promovierte an der Universität Leipzig und war Mitglied des DFG-Forschungsnetzwerks »Queere Zeitgeschichten im deutschsprachigen Europa«.
